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Schilddrüsenunterfunktion Symptome, Ursachen & Krankheitsverlauf

Die Schilddrüse ist dafür verantwortlich, den Körper mit den Schilddrüsenhormonen zu versorgen. Diese regulieren den Stoffwechsel und können bei einem Mangel für erhebliches Unwohlsein sorgen. Deshalb sollten die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion jedem Menschen bekannt sein, denn wenn sie auftreten, ist eine Abklärung durch den Arzt erforderlich, um die Symptome langfristig zu lindern und für eine allgemein verbesserte Gesundheit zu sorgen.

Schilddrüsenunterfunktion – Symptome bei Neugeborenen

Das Neugeborene ist in den ersten Lebenswochen noch klinisch unauffällig. In seinem Blut zirkulieren noch die Schilddrüsenhormone der Mutter, doch sobald diese zerfallen, zeigen sich erste Symptome. Dazu gehört beispielsweise eine Trinkschwäche, die der stillenden Mutter sofort auffallen dürfte. Außerdem zeigen betroffene Kinder wenig Freude an Bewegungen, sind verstopft und zeichnen sich durch eine große Zunge aus, die zwischen den Lippen zu sehen ist. Ein vorgewölbter Bauch sowie Nabelbruch sind weitere Charakteristika. Betroffene Neugeborene werden oft als sehr brave Kinder bezeichnet, denn sie schreien nur wenig und schlafen eher überdurchschnittlich viel. Bleibt die Störung unerkannt, werden die Kinder in den folgenden Jahren nicht besonders groß und können weitere Störungen der geistigen und körperlichen Entwicklung mitbringen.

Verlangsamung beim Erwachsenen

SchilddrüsenunterfunktionTritt die Unterfunktion der Schilddrüse erst im Erwachsenenalter zutage, wird der Patient bemerken, dass alles etwas langsamer zu gehen scheint. Er leidet unter Antriebslosigkeit und Müdigkeit – abends ist er körperlich erschöpft, morgens kommt er nur mit Mühe aus dem Bett. Seine Leistung verringert sich in jeder Hinsicht und er kann gelegentlich auch in Situationen frieren, die ihm früher nichts ausgemacht haben. Auch Puls und Reflexe sind verringert.

Depressive Verstimmung

Die Unterfunktion der Schilddrüse geht vor allem bei älteren Patienten mit depressiver Verstimmung einher. Diese kann aber auch jüngere Patienten betreffen. Die Symptome der Verlangsamung gehen zwar mit der psychisch motivierten Depression einher, sollten jedoch bei Verdacht auf eine solche Depression durch eine Blutuntersuchung beim Hausarzt abgeklärt werden.

Geschlechterspezifische Unterschiede

Erwachsene Frauen, die von der Schilddrüsenunterfunktion betroffen sind, entwickeln häufig Zyklusstörungen. Wenn diese bereits vorher vorhanden waren, können sie sich innerhalb der letzten Zyklen verändert oder verstärkt haben, sodass sie von der betroffenen Frau bewusst als anders wahrgenommen werden. Es können auch völlig neue Symptome hinzugekommen sein. Beim Mann hingegen tritt besonders häufig ein Verlust der Libido ein. Zumindest stellen die meisten Männer fest, dass ihre Lust am Sex nahezu vollständig abgeflaut ist. Wenn sie ausschließen können, dass dies an psychischen Problemen oder schwierigen Sachverhalten innerhalb der Partnerschaft liegt, könnte der Libidoverlust im Rahmen der Behandlung verschwinden. Von der geschwächten Libido sind jedoch nicht nur Männer, sondern auch Frauen betroffen. Erektionsstörungen, die in diesem Zusammenhang ebenfalls bereits beobachtet wurden, sind natürlich wiederum für den Mann charakteristisch.

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