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Wellness Symptome, Ursachen & Krankheitsverlauf

Laut Definition entstammt der Begriff Wellness den Bezeichnungen Wellbeing und Fitness beziehungsweise Wellbeing und Happiness. Hieraus kann man bereist erahnen worauf die Wellness-Idee abzielt. Es geht dabei im Allgemeinen um das körperliche Wohlbefinden in Kombination mit Spaß und einer gesunden körperlichen und seelischen Verfassung. Heut zu Tage bringt man das Wort Wellness insbesondere mit speziellen Anwendungen zur Förderung des physischen und psychischen Gleichgewichtes in Verbindung. Solche spezifischen Wellness-Angeboten werden den Erholungssuchenden vor allem in Fremdenverkehrseinrichungen, Hotels, Badeanstalten und Kureinrichtungen in Form von Massagen, Bädern, Tages- oder Wochenprogrammen offeriert.

Da der Begriff Wellness rechtlich nicht geschützt ist, wird er leider sehr häufig zu Werbezwecken missbraucht. Immer öfter werden unterschiedlichste Konsumprodukte, vom Müsli bis hin zum Mineralwasser, mit dem Wort Wellness in Verbindung gebracht. Diese Taktik soll dem Konsumenten eine besonders ausgeprägte gesundheitliche Wirkung des Produktes suggerieren. In den meisten Fällen kann eine solche Wirkung jedoch nicht direkt dem beworbenen Produkt zugeschrieben werden.

Was bedeutet Wellness eigentlich?

WellnessIn den 1970er Jahren spielten Donald B. Ardell und John Travis eine entscheidende Rolle für die darauf folgende Wellness-Welle. Wegen der explodierenden Kosten im amerikanischen Gesundheitswesen wurden sie engagiert um ein ganzheitliches Gesundheitsmodell zu konzipieren, welches in der Vorbeugung und der Selbstverantwortung jedes einzelnen für sein Wohlbefinden wurzelt. Das Ziel, das Ardell und Travis anstrebten war ein allgemeines Wohlbefinden und ein Gefühl der Zufriedenheit bei den Anwendern. Hierfür waren besonders Faktoren wie Selbstverantwortung, Ernährungsbewusstsein, körperliche Fitness, Stressmanagement und Umweltsensibilität entscheidend.

Die vier wesentlichen Säulen des Wellnessbegriffes sind deshalb:

  1. Gesunde Ernährung, nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln
  2. Ausreichend Bewegung, regelmäßige und angepasste Bewegungsprogramme
  3. Aktive und passive Übungen zur Stressbewältigung. Hierzu gehören zum Beispiel Meditationsübungen, Yoga und Qigong. Außerdem stärken Aktivitäten wie Saunieren, Massagen, Floaten und Wassertreten die Fähigkeit zur Stressbewältigung.
  4. Man sollte eine gesunde Beziehung zur Natur aufbauen und regelmäßig in sie „abtauchen“.

Diese vier Punkte werden auch allgemein als Methode zur aktiven Gesundheitsprävention verstanden. Für Menschen, die ständig mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben insbesondere für Geschädigte der so genannten Zivilisationskrankheit, werden geeignete Kurse zur Verbesserung ihre Lage angeboten. Im umgangssprachlichen Gebrauch wird unter der Bezeichnung Wellness hauptsächlich passive Wohlfühlangebote, wie Sauna, Massage, etc. verstanden.

Wellnessangebote im Detail

Zu den wohl bekanntesten passiven Wohlfühlangeboten gehört unumstritten die Massage. Die Massage ist eine manuelle Therapie, bei der Dehnungs-, Zug- und Druckreize die auf die Haut, das Bindegewebe und die Muskulatur ausgeübt werden. Die Muskeln entspannen sich unmittelbar. Man kann schließlich die wohltuende Wirkung, ausgehend von der behandelten Stelle am ganzen Körper erleben. Durch eine Massage werden sowohl der komplette Organismus als auch die Psyche angesprochen. Auf dem Gebiet der Massagen haben sich im Lauf der Zeit viele unterschiedliche Methoden entwickelt. Es gibt jedoch im Wesentlichen zwei Unterscheidungsarten die sich in der Art der Heilung oder Schmerzlinderung beim Patienten unterscheiden. Einerseits wird die klassische Variante praktiziert, bei der direkt die Hautstelle oder Muskulatur an der sich Schmerzen oder Verspannungen ergeben, behandelt wird. Diese Art der Massage ist in der Regel schulmedizinisch anerkannt und wird in Lehrbüchern und Therapieleitfäden angeführt. Die zweite Variante wird derzeit noch mit gewisser Skepsis betrachtet. Dabei macht man sich die reflektorische Wirkung des Körpers zu Eigen. Bei dieser Behandlungsvariante liegt der Fokus nicht auf der „kranken Stelle“, sondern auf dem Bereich welches dem kranken Organ entspricht. Diese Methode macht von den internen Reflexbögen des Organismus Gebrauch und soll aus diesem Grund auch in der Lage sein, Leiden der Organe lindern oder sogar heilen zu können.

Zu den Vertretern der Direkten Wirkung gehören:

Klassische Massagen (auch schwedische Massagen genannt), Hot Stone Massagen, Thai Massage, Shiatsu, Klangmassagen, ganzheitliche Massagen, usw.

Die bekanntesten Varianten der Reflektorischen Wirkung sind:

Akupressur, Akupunkturmassagen, Reflexzonenmassage, Tantra-Massage, Watsu, usw.

Die allgemeinen Wirkungen von Massagen lassen sich nicht direkt vorhersagen, da es zahlreiche völlig unterschiedliche Behandlungsmethoden gibt und die daraus entstehenden Wirkungen auf den Körper ebenso zahlreich sind. Allerdings kann man einige wichtige Wirkungsweisen festlegen.

Hierzu gehören: Förderung der Durchblutung, Entspannung der Muskulatur, Lösen von Narben und Verklebungen, Schmerzlinderung, Entschlackung, Einflüsse auf Organe durch Reflexbögen, psychische Entspannung, Förderung des Zellstoffwechsels, Beeinflussung des vegetativen Nervensystems.

Weitere Wellness Behandlungen

Zu einer Wellness-Behandlung zählen in der Regel auch Maniküre und Pediküre.

Die Maniküre ist der Begriff für eine kosmetische Finger- oder Handbehandlung. Allgemein besteht sie aus fünf aufeinander folgenden Schritten. Zunächst erfolgt ein Bad der Hände, wofür Seifenwasser genutzt wird in dem die Hände etwa 3 bis 5 Minuten ruhen müssen. Als nächstes werden die Fingernägel gekürzt und mit einer Feile behandelt. Danach werden die Hände nochmals gewaschen bevor letztendlich diverse pflegende Cremes in die Haut einmassiert werden.

Maniküre und Pediküre

Kosmetische Behandlungen der Füße sind als Pediküre bekannt. Bei der Pflege der Füße dreht sich im Wesentlichen alles um das Kürzen der Zehnägel und das Entfernen von Hornhaut.

Ähnlich der Maniküre müssen die Füße zu Beginn ebenfalls in einem 10 bis 20 minütigen Wasserbad ruhen. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass das Fußbad nicht alkalisch sondern neutral sein muss, da ansonsten der Säureschutzmantel der Haut zerstört wird und sich Pilze oder Ekzeme ausbilden könnten. Der nächste Schritt ist das Schneiden und Feilen der Fußnägel. Danach wird die Entfernung der Hornhaut vollzogen. Falls Hühneraugen vorhanden sind werden diese ebenfalls beseitigt. Als nächstes erfolgt das Zurückschieben des Häutchens über den Nägeln. Abschließend werden ebenfalls verschiedene Pflegecremes in die Fußhaut einmassiert. Auf Wunsch kann man sich zusätzlich die Nägel lackieren lassen.

Talaotherapie

Zu den ältesten, natürlichsten und effektivsten Antistress-Behandlungen überhaupt gehört die Talaotherapie. Diese Bandlungsart ist speziell auf den menschlichen Organismus abgestimmt. Sie beruht auf Bädern mit Meerwasser, welches auf 37°C erwärmt wird. Dadurch werden Inhaltsstoffe des Wassers wie Jod, Schwefel, Kalzium und Magnesium gelöst, welche dann wiederum von der Haut absorbiert werden können. Diese Elemente sorgen für eine Regeneration des körpereigenen Mineralienhaushaltes, dadurch werden Mangelerscheinungen, die durch Stress und Erschöpfung hervorgerufen werden, ausgeglichen. Durch diese Anwendung erleichtert man dem Nervensystem die Regeneration und Genesung. Die Talaotherapie findet jedoch nicht ausschließlich in der Stressbekämpfung ein geeignetes Anwendungsgebiet. Diese Praxis ist ebenfalls sehr gut zur Prävention von Arthritis, Rheuma wie auch zur Bekämpfung von Muskel- und Knochenleiden geeignet.

Antistress-Behandlungen sind im Allgemeinen eine Form von Massage. Hier wird das Ergebnis durch das Zusammenspiel von unterschiedlichen Griff- und Drucktechniken erzielt. Die Techniken, die dabei zur Anwendung kommen, sind sanfte und rhythmische Stimulationen von geeigneten Akupressurpunkten. Durch die Kombination von sanftem Streicheln und Druck auf spezielle Punkte des Körpers erzielt man einen internen Energieausgleich. Nach der aktiven Stimulation erfolgt eine Phase der Ruhe in der sich der Körper erholen kann. Nach dieser Ruhephase wird der Patient wieder behutsam revitalisiert.

Aromatherapie

Eine weitere allgemein beliebte Anwendung im Bereich Wellness ist die so genannte Aromatherapie. In vielen asiatischen Kulturräumen wird das Gleichgewicht des Körpers über Aromen hergestellt, wodurch ein allgemeines Wohlbefinden erzeugt werden kann. Abgespanntheit und Stress fallen so vom Körper ab. Die Aromatherapie beinhaltet allgemein viele unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. In der Regel werden jedoch Öle auf dem Körper verteilt und via Massage behutsam einmassiert. Die Aromen und Gerüche werden von der Nase und der Haut direkt aufgenommen, wodurch sich im Gehirn sogleich ein Wohlbefinden einstellt. Bei dieser Therapie kommen die unterschiedlichsten Aromen zum Einsatz, wobei auf die individuellen Wünsche und Vorlieben eingegangen werden kann.

Fango Packung

Zu den bekanntesten Wellness-Anwendungen gehört die Fango Packung. Fango entstammt dem italienischen fango/fanghi, was soviel wie Schlamm/Schmutz bedeutet. Bei der Fango Anwendung kommt ein heilender vulkanischer Mineralschlamm zum Einsatz. In Deutschland gibt es nur wenige Gebiete in denen ein geeigneter Schlamm abgebaut werden kann: Bötzingen, Bad Neuenahr, der Bereich um den Laacher See sowie der Kaiserstuhl.

Das Gestein, aus welchem der Schlamm gewonnen wird, beinhaltet Kieselsäure, Aluminiumoxid, Eisenoxid, Tonerde und Magnesium. Um es für Heilzwecke nutzten zu können wird es zunächst gebrochen, danach erwärmt und schlussendlich fein gemahlen. Für die Fangotherapie gibt es drei wesentliche Anwendungsmöglichkeiten: entweder kalt, körperwarm oder heiß für Packungen oder Bäder. Vor der Nutzung wird das gemahlene Gestein mit Wasser vermengt um einen einheitlichen Schlamm zu erhalten, der anschließend erwärmt und auf die Haut aufgetragen wird. Nachdem die gewünschten Körperstellen mit dem Fango bedeckt wurden, umhüllt man den Körper mit speziellen Folien, Leintüchern oder Wolldecken um die Wärme möglichst effizient zu speichern. Die Behandlungsdauer liegt im Bereich von 20 bis 40 Minuten. In diesem Zeitraum hat der Schlamm genügend Zeit seine wohltuenden Inhaltsstoffe und die Wärme an die Haut abzugeben. Die Wärme und die Heilstoffe dringen tief in die Haut ein und verteilen sich im ganzen Körper. Nach dem Genuss einer Fango Packung empfehlen sich Massagen oder Bewegungstherapien. Die positive Wirkung einer Fango Behandlung äußert sich beispielsweise darin, dass die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt werden, Muskelverspannungen entkrampft werden und eine schmerzlindernde Wirkung erzielt wird. Eine Fangobehandlung wird besonders Leuten, die mit Problemen wie Rheuma zu kämpfen haben, empfohlen.