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Osteoporose Symptome, Ursachen & Krankheitsverlauf

Osteoporose (Knochenschwund) führt zu einem allmählichen Abnehmen der Knochenmasse, durch die die Knochen anfälliger für Frakturen werden. Symptome zeigen sich in der Frühphase einer Osteoporose kaum, solange die Krankheit nur zu einer geringfügigen Abnahme der Knochenmasse geführt hat. Der Knochenschwund als eigentliche Krankheitsursache ist nicht schmerzhaft. Zunächst berichten die von Osteoporose betroffenen Patienten nur von einem vom Rücken ausgehenden Schwächegefühl. Im späteren Krankheitsverlauf treten jedoch – ohne Zwischensymptome – spontane Knochenbrüche auf, ohne dass ein konkreter Anlass vorzuliegen scheint. Alltägliche kleinere Bewegungen wie das Drehen des Körpers, ein Recken, ein Handabstützen und auch ein einfaches Husten genügen bisweilen, um einen Knochenbruch zu verursachen. Die Gefahr zusätzlicher Frakturen steigt mit jedem bereits erfolgten Knochenbruch. Nicht selten bleiben nach einer Fraktur Fehlstellungen zurück, die die Mobilität der Patienten bis zu einer operativen Korrektur weiter einschränken. Die Erkrankten zeigen aus Angst vor dem nächsten Sturz ein erhöhtes Maß an Unsicherheit. Bei einer durch Osteoporose verursachten Fraktur können Schmerzen ausgelöst werden, welche die Bewegungen des Patienten sehr erschweren. Bei Brüchen von Röhrenknochen (z. B. bei einem Bruch des Oberschenkelhalses) ist ein Gehen auf dem betroffenen Bein nicht mehr möglich. Häufigster Fall einer durch Osteoporose herbeigeführten Fraktur ist ein Wirbelbruch. Der Bruch wird von den an Osteoporose Erkrankten häufig in Form eines im Rücken auftretenden knackenden Geräuschs wahrgenommen, auf das zuweilen ein stechendes Schmerzgefühl folgt. Wenn ein Wirbelbruch im Bereich der Lenden- oder Brustwirbelsäule zu plötzlich auftretenden starken Schmerzen im Rücken führt, werden zunächst Ischias- oder Hexenschuss-Schmerzen vermutet. Insbesondere beim Heben und Bücken treten Rückenschmerzen auf, die nach mehreren Wochen wieder verschwinden und nach einiger Zeit als dumpfe chronische Schmerzen wieder in Erscheinung treten können. Schmerzen, die während des Aufsetzens und des Aufstehens oder beim Niesen und Husten in Erscheinung treten, verringern sich beim Liegen auf dem Rücken wieder. Drücken Wirbelkörper nach ihrem Bruch auf die Nervenwurzeln am Rückenmark, können von den eingeengten Nerven Schmerzen ausstrahlen. Häufig verursacht ein Wirbelbruch aber keine auffälligen Symptome, so dass die Fraktur erst anhand einer Röntgenuntersuchung erkannt wird. Auf lange Sicht führt ein Wirbelbruch zu einer Verringerung der Körpergröße um bis zu 4 Zentimeter, zur Formierung eines runden Rückens sowie zu einer Vorwärtskrümmung der Lendenwirbelsäule. Bei fortschreitender Osteoporose ist es möglich, dass der untere Rippenbereich unmittelbar den Beckenkamm berührt und damit zusätzliche Schmerzen ausgelöst werden. Auch an den Knochen der Handgelenke und der Hüfte treten oft Brüche aufgrund Knochenschwundes auf. Brüche der Hüftknochen werden zumeist durch einen Sturz ausgelöst und führen zu heftigen Schmerzen in der Leisten- und Hüftregion. Die Hüfte schwillt an und wird steif. Brüche der Handgelenksknochen erfolgen bei einem Sturz auf die ausgestreckte Hand, die den Sturz dämpfen sollte. Der Betroffene erleidet Handgelenksschwellungen und -schmerzen und ist nicht mehr zum Halten oder Heben von Gegenständen in der Lage. Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, erleiden überdurchschnittlich oft Wirbelbrüche, während im Alter eher Frakturen des Oberschenkelhalses auftreten, der Oberschenkelkopf und Oberschenkelknochen verbindet. Die Erkrankten versuchen durch eine Schonhaltung die Schmerzen zu verringern, verursachen damit aber Muskelverspannungen, die ihrerseits schmerzhafte Folgesymptome auslösen können. Es kann sich bei wiederholten Wirbelbrüchen ein chronischer Schmerz entwickeln, der auf die Fehlhaltung des Skeletts zurückzuführen ist. Bei sich verstärkender Buckelbildung fallen insbesondere die zu stark gestreckten und daher beschwerdeanfälligen Bereiche der Lenden- und Halswirbelsäule auf. Zudem ist wegen der verkürzten Wirbelsäule der Bauch auffällig nach vorne gewölbt, während sich an der Taille aufgrund des Verlustes an Körpergröße Hautfalten entwickeln (sog. „Tannenbaumphänomen“). Berühren sich die Dornfortsätze (Processus spinosus) der Rückenwirbel, entstehen zusätzliche Rückenschmerzen (Baastrup-Syndrom). Um einen Osteoporose-Verdacht zu erhärten, kann die allgemeine Körperbeweglichkeit anhand bestimmter Übungen überprüft werden. Entstehen in vorgerücktem Alter plötzlich Rückenschmerzen, die nicht auf die Einwirkung äußerer Gewalt zurückgeführt werden können, ist das Vorliegen einer Osteoporose naheliegend. Die Symptome müssen von denjenigen einer Entzündung oder einer Tumorerkrankung abgegrenzt werden.

Verfahren zur Ermittlung von Osteoporose-Symptomen

Inhaltsverzeichnis zum Thema Osteoporose

OsteoporoseEine Röntgenuntersuchung zeigt bei Osteoporose nur etwas transparentere Knochenbereiche, ist aber selten in der Lage, frühe Symptome der Erkrankung nachzuweisen. Erst bei Abnahme der Knochendichte um 30 oder mehr Prozent ist die Entkalkung der Knochen im Röntgenbild erkennbar. Durch Entnahme einer Knochenprobe (Biopsie) lässt sich ein Osteoporose-Verdacht bestätigen. Dagegen zeigt eine Blutuntersuchung bei Osteoporose keine Auffälligkeiten. Doch kann die Untersuchung des Blutes möglicherweise Hinweise auf Krankheiten liefern, die eine Osteoporose begünstigen. Mittels Osteodensitometrie wird die Knochendichte zumeist an der Lendenwirbelsäule, am Oberschenkelhals oder auch am Fersenbein gemessen. Osteodensitometrische Untersuchungen helfen bei der Früherkennung von Osteoporose-Symptomen, aber auch bei der laufenden Kontrolle einer bereits in Therapie befindlichen Osteoporose-Erkrankung. Aufgrund der ermittelten Knochendichte lässt sich zudem das Risiko für künftige Knochenfrakturen prognostizieren. Mit der Osteodensitometrie, bei der der Knochen bestrahlt wird, kann der Mineralsalzgehalt der Knochen festgestellt werden. Aus dem Umfang der von den Knochen absorbierten Strahlung lassen sich Rückschlüsse auf den Mineralsalzgehalt ziehen. Sehr oft wird das Verfahren der sog. Doppel-Energie-Röntgen-Absorptiometrie (Dual Energy X-Ray Absorptiometry, DXA) eingesetzt, die zur langfristigen Beurteilung ergriffener therapeutischer Maßnahmen besonders geeignet ist. Die Dichte des Knochens ergibt sich aus dem Ausmaß, in dem die eingesetzten Röntgenstrahlungen durch den Knochen abgeschwächt werden. Auch mittels quantitativer Computertomographie (QCT) können Osteoporose-Symptome erkannt und überwacht werden. Bei der QCT werden mit Röntgenstrahlen Schichtuntersuchungen der Lendenwirbelsäure vorgenommen. Die QCT ermöglicht eine separate Analyse der äußeren Knochenschicht und der im Inneren des Knochens befindlichen Knochenbälkchen. Vorteil der QCT gegenüber der DXA ist die Messbarkeit von Stoffwechselprozessen im Knocheninneren. Allerdings führt die QCT zu ungenaueren Messdaten und setzt den Patienten einer höheren Strahlendosis aus. Bei der mit kleineren Strahlenbelastungen verbundenen peripheren quantitativen Computertomographie (pQCT) erfolgt die QCT an den Unterarmknochen, die jedoch nur eine lokale Dichtemessung ermöglicht. Eine Untersuchung der Knochendichte kann auch mittels einer neu entwickelten „Quantitativen Ultraschall“-Methode erfolgen, bei der die Knochendichte ohne Strahlenbelastung ermittelt wird.

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