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Rheuma Symptome, Ursachen & Krankheitsverlauf

Der Begriff Rheuma bezeichnet keine spezifische Krankheit, sondern steht als Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen. Darunter versteht man alle Krankheiten des Bewegungsapparates, wie z. B. Gelenke, Knochen, Muskulatur oder Sehnen, die weder durch Verletzungen noch durch tumoröse Veränderungen hervorgerufen werden. Rheuma allein ist keine Diagnose, sondern der Oberbegriff für über 400 Krankheiten. Dabei ist Rheuma keine Krankheit die nur ältere Menschen betrifft Selbst Kinder können von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein.

Was ist Rheuma?

Inhaltsverzeichnis zum Thema Rheuma

Rheuma untergliedert sich nach Lokalisierung, wie Knochen, Muskeln, Organfunktionen und nach Kollagenen. Rheuma klassifiziert sich nach erkannten Ursachen in systematische Hauptgruppen. Die vier Hauptgruppen untergliedern sich wiederum in entzündlich-rheumatische Erkrankungen, in degenerative (verschleißbedingte) rheumatische Erkrankungen, in Stoffwechselstörungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen und rheumatische Erkrankungen der Weichteile. Ein Beispiel für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung ist die am häufigsten auftretende rheumatoide Arthritis. Die rheumatoide Arthritis ist eine autoimmune chronische Erkrankung, die meist länger als 6 Wochen anhält und wobei in beiden Körperhälften gleichzeitig Gelenkentzündungen entstehen. Die Entzündung richtet sich gegen das eigene Gelenkgewebe, da der Körper nicht mehr zwischen „Fremd“ und „Eigen“ entscheiden kann. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass der Körper sich selbst bekämpft. Über die eigentlichen Ursachen ist wenig bekannt, jedoch können genetische Veranlagungen wie beispielsweise oder das Rauchen die Krankheit begünstigen. Im Laufe der Jahre zerstören die Entzündungen die Gelenke und schränken so die Beweglichkeit erheblich ein. Ein Beispiel für eine degenerative rheumatische Erkrankung ist die Arthrose. Hierbei verändern sich durch altersbedingten Verschleiß die Gelenke. Häufige Ursachen sind dabei Überlastungen, frühere Verletzungen, angeborene Gelenkfehlstellungen, Fehlanlagen oder Gendefekte. An einer Kniegelenksarthrose erkranken zum Beispiel sehr häufig Fußballer mit einer Meniskusverletzung. An Hüftgelenksarthrosen erkranken unter anderem Bauarbeiter. Eine erblich veranlagte Fehlfunktion des speziellen Gens führt zu Veränderung des Knorpelstoffwechsels und lässt schon in jungen Jahren eine Arthrose aufkommen. Die Gicht ist ein Beispiel für eine rheumatische Stoffwechselstörung. Die Harnsäurekonzentration im Blut ist erhöht und so können sich Harnsäurekristalle bilden, die sich unter anderem an Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen oder in der Haut ablagern können. Akute Symptome sind plötzlich auftretende Schmerzattacken, die mit stark geröteten und geschwollenen Gelenken einhergehen. Nebenerkrankungen wie Fieber, vermehrte weiße Blutkörperchen oder Kopfschmerzen lassen auf Gichterkrankungen schließen. Im Laufe der Krankheit nehmen die Anfälle zu und können so leicht chronisch werden. Nicht selten sind Trigger (Auslöser) direkt nach einem üppigen Mahl oder überhöhten Alkoholkonsum zu beobachten. en Mediziner für Gicht verschiedene Risikofaktoren ermittelt. Hierzu zählen unter anderem auch das Geschlecht und das Alter.. Sehr ungünstig können exzessiver Alkoholgenuss oder jahrelange Medikamenteneinnahmen sich auf den Krankheitsverlauf auswirken. Ein Beispiel für eine rheumatische Erkrankung der Weichteile kann eine Fibromyalgie, wörtlich bedeutet das einen Faser-Muskel-Schmerz. Das Krankheitsbild ist sehr komplex und sehr undurchschaubar. Eine 7 Jahre lange Leidensgeschichte haben die meisten Betroffenen hinter sich, bevor diese Diagnose gestellt werden kann. Die Beschwerden äußern sich z. B. in steifen Gliedern am Morgen, Schwellungsgefühlen an den Extremitäten, Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Ängstlichkeit und Depressivität. Viele Hinweise lassen auf eine körperliche Krankheit (Soma) schließen, aber das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele entstanden sind. Das Krankheitsbild muss somit ganzheitlich behandelt werden.

Diagnose Rheuma

RheumaRheuma ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und so ist es für den Arzt unerlässlich, eine gründliche Anamnese vorzunehmen. In einem Patientengespräch werden durch gezielte Fragen die akuten Beschwerden und die Vorerkrankungsgeschichte des Patienten ermittelt. Ebenfalls wichtige Hinweise für den Arzt können der Berufsstand des Patienten, seine sportlichen Aktivitäten sowie die Lebensweise eines Patienten sein. Neben einer gründlichen körperlichen und neurologischen Untersuchung wird zudem auch ein Blutbild erstellt. In der modernen Medizin von heute werden zur Abklärung der Diagnose bildgebende Verfahren wie eine konventionelle Röntgendiagnostik, eine Computertomografie (CT), eine Magnetresonanztomografie (MRT) und eine Szintigrafie genutzt. Die konventionelle Röntgendiagnostik zeigt das Körperinnere. Eine CT-Abbildung zeigt Schichtaufnahmen des menschlichen Körpers. Eine MRT-Abbildung zeigt Organe und das Gewebeinnere. Durch das Spritzen eines Kontrastmittels können entzündlich verändertes Gewebe sowie Tumore abgegrenzt werden. Eine Szintigrafie zeigt Entzündungsherde im Skelett (Skelettszintigrafie) oder Funktionen von Organen wie z. B. der Nieren (Nierenszintigrafie) oder dem Herzen (Herzszintigrafie). Bei dieser nuklearmedizinischen Diagnostik ist die Strahlenbelastung um ein Vielfaches weniger gegenüber der herkömmlichen Röntgendiagnostik.

Therapie

Für eine qualifizierte Therapie geht eine differenzielle Diagnose vor, um zielgerecht zu behandeln. In aller Regel sind nur medikamentöse Therapien wirksam. Eine Änderung der Lebensweise, wie z. B. gesunde Ernährung oder Einschränkung des Alkoholkonsums sind nur unterstützende Wirkungen. Eine physikalische Therapie kann eine weitere unterstützende Maßnahme. Eine medikamentöse Therapie beinhaltet Medikamente wie Schmerzmittel (Analgetika), cortisonfreie Entzündungshemmer, Cortison, langsam wirksame Antirheumatika und krankheitskontrollierte Medikamente. Die verschiedenen Medikamentengruppen lösen unterschiedliche Wirkungen aus und setzen unterschiedliche Ziele. Deshalb finden sie meist zusammen im Einsatz. Reine Schmerzmittel beseitigen den Schmerz, aber nicht die verursachenden Entzündungen oder Schwellungen. Auf den Krankheitsverlauf nehmen die Präparate keinen Einfluss. Cortisonfreie Entzündungshemmer wirken lokal schmerzlindernd bei entzündlich bedingten Schmerzen. Je nach Präparat kann innerhalb von wenigen Minuten Linderung eintreten, die Wirkung hält dann zwischen einigen Stunden oder gar einen Tag. Auf den Krankheitsverlauf nehmen diese Medikamente keinen Einfluss. Reines Cortison ist der stärkste Entzündungshemmer, welchen es zurzeit auf dem Arzneimittelmarkt gibt. Das Präparat wirkt sofort auf die Entzündungen, gleichzeitig wirkt es noch günstig auf die allgemeinen Krankheitssymptome. In den Blutuntersuchungen kann ein messbarer rascher Rückgang der Entzündung festgestellt werden. Leider hat Cortison keine anhaltende Wirkung. Nach Absetzen des Präparats kehren die entzündlichen Veränderungen wieder zurück. Langsam wirkende Antirheumatika unterscheiden sich von oben genannten Medikamenten insofern, als dass sie in der Lage sind, die Schäden der chronischen Entzündungen aufzuhalten oder wenigstens zu verringern. Der Prozess von Rückbildungen von Entzündungsherden tritt aber erst mittel- bis langfristig ein. Mit Cortison gemeinsam eingenommen führen die Tabletten langsam zu einer Normalisierung der im Blut gemessenen Entzündungswerte. Krankheitskontrollierende Medikamente nehmen Einfluss auf den Krankheitsverlauf und man darf davon ausgehen, dass die Präparate die Krankheit nachhaltig positiv beeinflusst. Diese Präparate kontrollieren den gesamten Krankheitsverlauf und hemmen das Fortschreiten der Erkrankung. In Studien ist es einmal zu einem vollständigen Stillstand der Krankheit gekommen. Das moderne Konzept der heutigen Rheumabehandlung zeichnet sich durch verschiedene kombinierte Behandlungen aus der für jeden individuell zugeschnitten ist. So können zu den Medikamenten meist noch physikalische Therapien kommen, diese beinhaltet Anwendungen von Wärme und Kälte. Wärme oder Kälte wirken sehr schnell lokal und verringern den Entzündungsschmerz. Zudem sind Krankengymnastik¬/Physiotherapie und die Ergotherapie unverzichtbare Säulen der Therapie, die die Beweglichkeit und damit die Selbstständigkeit der Patienten erhalten sollen.

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