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Melanom Symptome, Ursachen & Krankheitsverlauf

Das maligne Melanom ist bekannt unter dem Begriff schwarzer Hautkrebs, und bezeichnet einen bösartigen Tumor, der aus den Pigmentzellen der Haut entsteht. Oft ähnelt das Melanom einem sehr dunklen Leberfleck. Für Laien ist ein Melanom schwer von einer harmlosen Hautveränderung zu unterscheiden. Schwarzer Hautkrebs wird von Ärzten durch die sogenannte ABCDE-Regel identifiziert. Auch für zu Hause ist die ABCDE-Regel durchaus geeignet, um schwarzen Hautkrebs ungefähr festzustellen. Das A steht für Asymmetrie. Maligne Melanome wachsen in der Regel in eine Richtung. Deshalb kann eine asymmetrische Form von Muttermalen auf schwarzen Hautkrebs hindeuten. Das B bezeichnet die Begrenzung. Melanome gehen in der Regel ohne Übergang in die hellere Haut über. Die Begrenzungen sind dabei unscharf, zackig und unregelmäßig. Mit dem C – Colorit – wird die Farbe definiert. Schwarzer Hautkrebs ist nicht immer schwarz, sondern kann in unterschiedlichen Färbungen auftreten. Rötlich, braun, schwarz, aber auch graue Färbungen, bis hin zu komplett weißen Melanomen sind möglich. Das D steht für den Durchmesser des Melanoms. Durch das waagerechte Wachstum nimmt das Melanom im Laufe der Zeit an Durchmesser zu. Leberflecken, die größer wie fünf Millimeter sind, sollten aus diesem Grund von einem Hautarzt untersucht werden. Mit dem E wird die Erhabenheit definiert. Maligne Melanome können über die normale Hautfläche hinausragen. Halbkugelförmige, in die Höhe wachsende Muttermale, sind unter Umständen ein Anzeichen für schwarzen Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs tritt in vier unterschiedlichen Melanom-Formen auf, die sich hauptsächlich durch das Aussehen unterscheiden. Eine Form ist das oberflächliche, spreitende Melanom. Hier entstehen auf der Haut unregelmäßig geformte, flache Herde. Diese können unterschiedlich gefärbt sein, über schwarz, grau, blau, braun, bis hin zu weißer Färbung. Oft entwickeln sich aus den superfiziellen Melanomen erst nach vielen Jahren knotige Hautveränderungen, die an den Rändern einen leichten Wall bilden und dazu neigen, in die Höhe zu wachsen. Eine weitere Form ist das knotige Melanom. Bei dieser Art wölbt sich das Melanom über die Hautfläche hinaus. Die Färbung ist in der Regel graubraun bis rötlich-blauschwarz. Das Lentigo-Maligna-Melanom ist vor allem bei älteren Personen vertreten. Diese Form des schwarzen Hautkrebses bildet sich im Gesicht und weist zuerst einen flachen Herd auf. Im späteren Verlauf können die Herde knotig wuchern. Diese sind in der Regel braun gefärbt, in einigen Fällen sogar schwarz gefleckt. Ein weiteres Merkmal sind die unscharfen Begrenzungen. Eine, in Europa weniger verbreitete Form des schwarzen Hautkrebses, ist das akrolentiginöse Melanom. Dieses entwickelt sich in der Regel an den Hand- und Fußflächen oder tritt im Nagelbereich auf. Am Anfang bildet das Melanom braun bis braunschwarze Flecken, die im weiteren Verlauf anfangen zu bluten und zu nässen. Eine sehr seltene Form ist das amelanotische Melanom, welches schwer zu erkennen ist, da dieses keinerlei Färbung aufweist. Schwarzer Hautkrebs entsteht durch unterschiedliche Einflüsse. Ein relevanter Risikofaktor ist übermäßige Sonneneinstrahlung, vor allem der dadurch entstehende Sonnenbrand. Bei schwarzem Hautkrebs sind häufig die Körperteile betroffen, die oft der Sonne ausgesetzt sind, wie Gesicht, Arme, Beine oder der Nacken. Aber auch Veranlagung kann ein Auslöser sein, vor allem wenn schwarzer Hautkrebs des Öfteren im Familienkreis aufgetreten ist. Auch eine geschwächte Immunabwehr stellt einen Risikofaktor dar, beispielsweise bei der Einnahme von Medikamenten oder durch Infektionen, wie den HIV-Virus. Schwarzer Hautkrebs entwickelt sich in den meisten Fällen auf der Haut, nur selten tritt dieser auf der Schleimhaut oder im Auge auf.

Symptome beim schwarzen Hautkrebs

MelanomEin malignes Melanom bleibt oft lange vollkommen ohne Symptome. Ein Anzeichen sind Hautveränderungen, die oft jedoch so minimal sind, dass diese nur bei der Untersuchung durch einen Arzt festgestellt werden können. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, in regelmäßigen Abständen eine Untersuchung durch den Hausarzt durchführen zu lassen, denn rund 60% des schwarzen Hautkrebses entwickeln sich durch Muttermale. Melanome bleiben oft über viele Jahre unauffällig und ähneln in Form und Farbe häufig einem dunklen Muttermal. Ein Anzeichen für schwarzen Hautkrebs können Leberflecken sein, die sich in Form, Größe und Farbe verändern. Vermehrtes Jucken von Muttermalen oder eine hohe Verletzbarkeit von Leberflecken, wenn diese beispielsweise schnell bluten, können weitere Anzeichen sein. Bei solchen Symptomen sollte umgehend ein Hautarzt aufgesucht werden. Wird schwarzer Hautkrebs früh erkannt, so steht die Prognose gut, dass dieser ganz beseitigt werden kann. Tückisch bei schwarzem Hautkrebs ist, dass die Tumorzellen sowohl in waagerechter, wie auch in senkrechter Richtung wachsen können. Bei dem senkrechten Wachstum bildet die Basalmembran vorerst eine natürliche Barriere zu den Blut- und Lymphgefäßen der Oberhaut. Im weiteren Verlauf kann der schwarze Hautkrebs diese Barriere jedoch durchbrechen, so dass die Krebszellen sich durch die Blut- und Lymphbahnen im gesamten Körper ausbreiten können. Die aggressiven Zellen setzen sich an anderen Körperorganen fest und vermehren sich unbemerkt. Wird ein malignes Melanom festgestellt, so wird dieses operativ entfernt. Welche Behandlungen weiter ausgeführt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Stadium der Krankheit.

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Behandlung von schwarzem Hautkrebs

Der Hautarzt identifiziert ein malignes Melanom zuerst durch die ABCDE-Regel. Umso mehr Kriterien dabei zutreffen, umso wahrscheinlicher handelt es sich um schwarzen Hautkrebs. Zusätzlich werden verdächtige Muttermale mithilfe der Auflichtmikroskopie untersucht, einem speziellen Lupeninstrument. Um schwarzen Hautkrebs eindeutig zu identifizieren, kommen zusätzlich Ultraschall- und Blutuntersuchungen zum Einsatz. Sollte der Verdacht bestehen, dass das Melanom bereits Tochtergeschwülste – Metastasen – gebildet hat, so folgen weitere Untersuchungen wie Röntgen oder die Kernspintomographie. Bei der Untersuchung wird der Arzt bei einem Melanom das Stadium bestimmen. Im Stadium I hat das maligne Melanom keine anderen Organe befallen und keine Metastasen gebildet. Die Prognosen sind in diesem Stadium sehr günstig. Im Stadium II hat der schwarze Hautkrebs bereits regionale Lymphknoten befallen. Das Stadium III umfasst bereits Metastasen – Tochtergeschwülste -, die sich beispielsweise bereits in der Lunge festgesetzt haben. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Untersuchung durch einen Arzt unerlässlich. Je früher schwarzer Hautkrebs erkannt wird, umso besser sind die Behandlungsaussichten. Sollte der Verdacht auf ein Melanom bestehen, so wird das Pigmentmal vollständig entfernt. Die OP erfolgt in örtlicher Betäubung. Der Arzt entfernt das Muttermal, sowie zusätzlich gesundes Hautgewebe. Das entnommene Gewebe wird anschließend mikroskopisch untersucht. Im Stadium I reicht es in der Regel aus, die befallene Haut sowie das Unterhautfettgewebe zu entfernen. Bei einem Durchmesser von mehr als anderthalb Millimetern wird eine zusätzliche Immuntherapie verordnet. Sind im Stadium II bereits angrenzende Lymphknoten befallen, werden das Melanom sowie die betroffenen Lymphknoten, operativ entfernt. Haben sich im Stadium III bereits Metastasen gebildet, dann erfolgt, je nach Diagnose, eine OP. Eine zusätzliche Therapie mittels Strahlen-, Chemo- oder Immuntherapie wird jeweils durch den behandelnden Arzt bestimmt.